Profil: zur Kommentar Wie nett ist der Islam? 12.08.2005

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Wie nett ist der Islam?

Die positive Situation in Österreich wird von Christian Rainer in Zweifel gezogen. Der Beweis liegt für ihn im Ausland, in einer Studie, die in islamischen Ländern die Sympathie für Bin Laden erhebt. Wenn er dann den Bogen kühn zu den „gläubigen“ Moslems in Österreich spannt, liegt der Generalverdacht dezidiert bei den „gläubigen Muslimen“, ohne dass die zitierte Studie das je behauptet hätte: Islam an sich unter Verdacht.

Die politische Situation in der islamischen Welt und die Frustration angesichts der Hegemonialpolitik auf die Religion Islam an sich zu reduzieren, ist sehr vereinfachend dargestellt. Genauso plakativ und unzulässig die Belege dafür: Der Koran als „Vaterschaftsnachweis“ und Steinigung für den Seitensprung (im Koran nicht zu finden). Diskussionskultur ist wichtig. Auf beiden Seiten: Ein Imam der krause Vergleiche anstellt, muss überdenken, dass Wissen um den Sprachgebrauch der neuen Heimat Argumente erst begreiflich macht.
In den mehr als 6000 Versen des Koran geht es zu 35% um humane Werte und Ethik, zu 25 % um Schöpfung, Kosmos und Wissenschaft, zu 2% um gottesdienstliche Handlungen und nur 5 Verse, also 0,08%, handeln von Sanktionen bei strafrechtlichen Tatbeständen. Wie wäre es erst einmal das Wesen der Religion verstehen zu suchen?

Dipl.-Ing. Omar Al-Rawi
Initiative muslimischer österreicherInnen.

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