Gegen rechte Hetzer und linke Träumer-zu Minister Hahn Aussagen

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Gegen rechte Hetzer und linke Träumer

Sowohl Johannes Hahn als auch Karl Newole begehen den Fehler „wenn auch nur zwischen den Zeilen" die muslimische Bevölkerung als Fremde, zumindest als Migranten darzustellen und negieren die Tatsache, dass es jede Menge bereits eingebürgerte österreichische Muslime gibt. Integrationspolitik wird mit der Religion vermischt, und man gibt Straches Slogan „Daham statt Islam" indirekt Recht. Das Plädoyer Johannes Hahns für mehr Partizipation der Mädchen in der Bildung ist richtig, doch wieso er dann diesen qualifizierten Frauen den Zugang zu Berufen in der Verwaltung verwehren will, bleibt rätselhaft. Warum soll eine EDV Ingenieurin nicht im Rechenzentrum arbeiten, wenn sie ein Kopftuch trägt? Und ist es nicht egal, ob die mich pflegende Krankenschwester eine Nonne, Muslima oder Atheistin ist? Und wie gedenkt der Minister damit umzugehen, wenn der Zufallscomputer eine österreichische Muslima mit Kopftuch als Schöffin oder Geschworene aussucht? Soll sie dann aus dem Gerichtssaal entfernt werden? Oder soll der Computer mit einem Modul versehen werden, um diese Damen von ihren Bürgerpflichten in Zukunft zu befreien?

Ist es auch nicht heuchlerisch, dass so lange diese Damen nur als Reinigungskraft gearbeitet haben, hier kein Verbot vorgesehen war?

Ich arbeite seit 18 Jahren in der Bauwirtschaft, wo zunehmend Frauen in leitenden Funktionen auch auf der Baustelle tätig werden. Mir ist es nie untergekommen, dass die dort tätigen Bauarbeiter und unter ihnen ein Großteil Muslime sich jemals weigerten, Anordnungen der Bauleiterinnen Folge zu leisten oder gar zu akzeptieren. Emanzipation der muslimischen Frauen kann nur mit Bildung und Beruf gelingen. Verbote sind kontraproduktiv, diskriminierend und bringen gar nichts.

Omar Al-Rawi

Integrationsbeauftragter der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich

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