Wiener SPÖ: Vorwürfe an Omar Al-Rawi entbehren jeder Grundlage

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Wiener SPÖ: Vorwürfe an Omar Al-Rawi entbehren jeder Grundlage

Datum/Zeit:30.10 15:28

OTS248 5 II 0444 DSW0003 30.Okt 14

SPÖ/Wien/Niedermühlbichler/Al Rawi

Wiener SPÖ: Vorwürfe an Omar Al-Rawi entbehren jeder Grundlage
Utl.: Übersetzung "völlig sinnentstellend und falsch" - Urheber
politischer Aktivist und laut BMJ kein beeideter Dolmetscher =

Wien (OTS/SPW) - Zur Kritik in manchen Medien und der Opposition am
Wiener SPÖ-Abgeordneten Omar Al-Rawi, er setze das Islamgesetz mit
dem Gaza-Krieg gleich, stellt LAbg. Georg Niedermühlbichler, Wiener
SPÖ-Landesparteisekretär, fest: "Die angeblich beeidete Übersetzung
ist eine freie Interpretation aber keine Übersetzung. Darüber hinaus
ist die Interpretation auch noch völlig sinnentstellend und falsch."
Auf Auftrag der SPÖ Wien hat sich der gerichtlich beeidete Wiener
Dolmetscher Mohamed Mabrouk mit dem Interview befasst und eine
beeidete Übersetzung vorgelegt. Hier der Vergleich, zunächst die den
Medien vorliegende Interpretation: "Omar Al-Rawi vergleicht die
israelische Aggression in Gaza mit dem neuen islamischen Gesetz in
Österreich. Er tätigt die Aussage, dass das neue islamische Gesetz in
Österreich mit der israelischen Aggression in Gaza gleichzusetzen ist
und die Moslems haben im Gaza gegen die israelische Aggression
demonstriert."****

Die Übersetzung des gerichtlich beeideten Dolmetschers Mohamed
Mabrouk: Al-Rawi erklärte in dem Interview für den Korrespondenten
des Nahost-Nachrichtendienstes in Wien, dass die Islamische
Gemeinschaft in Österreich gegen das Gesetz und die darin enthaltenen
Fehler berufen wird. Er ist der Meinung, dass sich die Islamische
Gemeinschaft in Österreich im Falle einer erfolglosen Berufung
gezwungen sehen wird, sich an den Verfassungsgerichtshof zu wenden.
Al-Rawi gibt weiter an: "Es kann durchaus sein, dass die
Demonstrationen der Islamischen Gemeinschaft gegen dieses Gesetz
nicht die richtige Reaktion waren". Er bekräftigte, dass man sich auf
zeitgemäße und gesetzliche Instrumentarien konzentrieren muss. Manche
meinen, die Islamische Gemeinschaft muss die Vorgehensweise gut
abwägen, insbesondere in Anbetracht früherer Angelegenheiten, an
denen sie gemessen wird und bei denen mit zweierlei Maß gemessen
wurde. Er führte an, dass die islamische Gemeinschaft gegen die
Angriffe auf Gaza demonstriert hat und erklärt, dass viele in der
islamischen Community glauben, dass die aktuellen Geschehnisse um
nichts weniger wichtig wären als die Gaza-Frage.

Mohamed Mabrouk, der für die SPÖ übersetzt hat, ist übrigens
tatsächlich gerichtlich beeideter Dolmetscher und findet sich auch in
der Liste des Österreichischen Verbandes der allgemein beeideten und
gerichtlich zertifizierten Dolmetscher. Der Dolmetscher der den
Medien zugespielten "Übersetzung" findet sich aber nicht in dieser
Liste und ist laut Auskunft des Justizministeriums auch kein
beeideter Übersetzer. Wie eine schnelle Google-Recherche ergibt, ist
der Mann ein politischer Aktivist und zwar Obmann des Vereins
Internationaler Kopten.

Zudem stellt Gemeinderat Omar Al-Rawi fest, dass es sich bei dem
Interview um eine nicht autorisierte Fassung handelt und dass es ihm
selbstverständlich fernsteht, den Gaza-Krieg mit dem Islamgesetz
gleichzusetzen. Er hat lediglich die Wichtigkeit des Themas für ihn
und die muslimische Community angeführt. (Schluss)

~
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ Wien
Tel.: +43 1 534 27/222
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http://www.wien.spoe.at

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