Islamische Verbände und Vereine besorgt über Gewalt an Christen im Norden des Irak

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Islamische Verbände und Vereine besorgt über Gewalt an Christen im Norden des Irak

Mit großer Sorge und Betroffenheit verfolgen wir die jüngsten Nachrichten über Angriffe auf die christliche Bevölkerung im Norden des Irak und die steigende Gewalt. Die christliche Minderheit war immer schon ein Zeichen der ethnischen und religiösen Vielfalt des Irak. Eine lange Tradition gegenseitiger Toleranz und Respekts und des friedlichen Miteinanders war ein positives Kennzeichen des Irak.

Die Christen genossen hier umfassende Religionsfreiheit. Ihre Kirchen, Schulen und Institutionen waren nicht zuletzt durch ihre deutliche Sichtbarkeit ein äußerer Beweis dafür. Christliche Feiertage waren arbeitsrechtlich garantiert und christliche Kultur wurde so gepflegt, dass bis heute diese Minderheit die aramäische Sprache, die Sprache Jesu’, beherrscht und verwendet. Christen und Muslime lebten seit Jahrhunderten friedlich miteinander, sind und waren nicht nur Nachbarn, sondern auch Freunde. Die hunderttausenden irakischen Flüchtlinge, die vor allem in Syrien Aufnahme gefunden haben, leben nun wieder konfessionell gemischt Tür an Tür nebeneinander, ohne dass es hier Probleme gäbe.

Es war und ist die Pflicht der Muslime nicht nur in Friedenszeiten Toleranz und Respekt mit den religiösen Minderheiten zu leben, sondern auch für deren Schutz zu sorgen und ihre Religions- und Gewissensfreiheit zu garantieren. Daher hoffen wir, dass die muslimische Mehrheitsbevölkerung in Mosul ihren Beitrag leistet und gegen die Gewalt ein klares Wort spricht, die Übergriffe aufs Schärfste verurteilt und ihre Solidarität mit den christlichen Mitbürgern zum Ausdruck bringt.

Wir sehen es als unsere religiöse Pflicht an, diese Angriffe auf das schärfste zu verurteilen und drücken unser tiefstes Bedauern und Mitgefühl allen Leidtragenden und Hinterbliebenen aus.

Diese Angriffe stellen leider einen vorläufigen traurigen Höhepunkt in der derzeitigen ohnedies durch ethnische und religiöse Konflikte gespannten Lage im Irak dar.

Wir fordern die irakische Regierung auf, endlich für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen.

Diese ethnischen und religiösen Spannungen sind auch eine direkte Folge der US Invasion im Irak. Daher fühlen wir uns bestärkt in unserer prinzipiellen Haltung, dass Konflikte nicht militärisch zu lösen sind. In diesem Sinne sind wir besorgt über den jüngst erfolgten Angriff auf Syrien, aber auch verunsichern uns Rufe nach einem militärischen Angriff auf den Iran.

Rückfragen:

Dipl.-Ing. Omar Al-Rawi

Integrationsbeauftragter der Islamischen Glaubengemeinschaft in Österreich

0664 383 19 42 This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Unterzeichner:


Islamische Religionsgemeinde Wien für Wien, Niederösterreich und Burgenland
Islamische Religionsgemeinde Linz f. OÖ, RPR und Salzburg
Islamische Religionsgemeinde Vorarlberg und Tirol
Islamische Religionsgemeinde Steiermark und Kärnten
Österreichische Islamische Föderation (AIF) verwaltet 50 Gebetsstätten
Initiative muslimische ÖsterreicherInnen IMÖ
Gesellschaft für Zusammenkunft der Kulturen (Schura Moschee)

Islamische Liga der Kulturen


Islamische Föderation Wien IFW
Plattform Islam
Muslimischer Lehrerverein
Kulturverein Al-Andalus
Muslimischer Akademikerbund

Dachverband der Bosniaken in Österreich verwaltet 23 Gebetsstätten

Irakhilfswerk

Palästinensische Vereinigung Österreich P.V.Ö.

Liga Kultur Verein für Muli-Kulturellen Brückenbau – Graz

Forum Muslimischer Frauen Österreich

Bündnis Mosaik

Türkische Föderation in Österreich

Österreichisch Türkischer Demokratischer Verein

Österreichisch Türkischer Kultur und Sportverein


Islamische Koordinationsrat der muslimschen Vereine in Österreich (ISKORAT)
Islamischen Vereinigung Ahlul-Bayt – Österreich – Verband für die schiitischen Vereine

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