Al-Rawi: Imame-Konferenz war starkes Signal für Demokratie und Menschenrechte

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Al-Rawi: Imame-Konferenz war starkes Signal für Demokratie und Menschenrechte

Utl.: Klare Verurteilung von Zwangsehe, Ehrenmord und FGM =

Wien (SPW) - "Zwangsehen, Ehrenmorde und FGM (Anm.: Weibliche Genitalverstümmelung) wurden klar verurteilt und ein klares Bekenntnis zur Demokratie und Menschenrechten abgelegt", zog Omar Al-Rawi, Integrationsbeauftragter der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich und Wiener SPÖ-Gemeinderat, am Sonntag Nachmittag im Gespräch mit dem Pressedienst der SPÖ Wien eine "sehr erfreuliche Bilanz" der Imame-Konferenz, die Samstag und Sonntag mit 130 islamischen Geistlichen und Islam-Experten aus mehr als 40 Ländern in Wien abgehalten wurde. "Gemeinsam war allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Wille zu einem konfliktfreien Miteinander sowie zur Partizipation und Integration", informierte Al-Rawi. ****

Die muslimische Gemeinschaft bekenne sich zu einer Integration in der Mehrheitsgesellschaft, wobei Integration als Partizipation und nicht als Assimilation zu verstehen sei, erläuterte der Integrationsbeauftragte. Daher sei auch ein klarer Aufruf erfolgt, die Landessprache zu erlernen, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Integration sei allerdings durch Erleichterungen und Hilfestellungen seitens des Staates einfacher zu erreichen als durch Verschärfung der Gesetze, berichtete Al-Rawi über einen weiteren Schwerpunkt der Diskussion. Wichtig seien jedenfalls der institutionalisierte Dialog sowie die Vernetzung, denn damit werde die Bildung von so genannten "Parallelgesellschaften" vermieden. Von den Mehrheitsgesellschaften forderten die TeilnehmerInnen ein klares Bekenntnis, Diversität und Vielfalt zuzulassen, berichtete der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft.

Der Kampf gegen jegliche Form von Rassismus, Islamfeindlichkeit und Antisemitismus müsse fortgesetzt werden. Insofern bezeichnete Al-Rawi den Brandanschlag auf den Islamischen Friedhof in Wien-Liesing als Beweis dafür, wie wichtig es sei, gegen das Schüren von Ressentiments vorzugehen. " Wir lassen uns nicht vom positiven Weg des Dialogs abbringen. Muslime und Nicht-Muslime werden den Weg des Miteinander gehen und sich durch Extremisten auf beiden Seiten nicht beirren lassen", so Al-Rawi abschließend. (Schluss) gd

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