Al-Rawi: Besorgniserregende Aussagen von Prokop

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Al-Rawi: Besorgniserregende Aussagen von Prokop


Datum/Zeit: 13.05 12:24

OTS035 5 II 0288 DSW0001 13.Mai 06

SPÖ/Al-Rawi/Integration/Inneres/Studie/Prokop


Al-Rawi: Besorgniserregende Aussagen von Prokop

Utl.: Innenministerin auf gleicher Linie wie Haider und Strache 


Wien (SPW) - "Mit der Aussage, dass 45 Prozent der Muslime in

Österreich nicht integrationsbereit seien, untergräbt Innenministerin

Prokop unsere erfolgreiche Integrationsarbeit", kommentierte Omar

Al-Rawi, Wiener SPÖ-Gemeinderat und Islambeauftragter der SPÖ Wien am

Samstag entsprechende Aussagen von Innenministerin Liese Prokop.

"Dass Prokop in Zusammenhang mit Muslimen von einer Zeitbombe

spricht, ist für mich ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Sie

unterstellt damit, dass Muslime eine Gefahr für den Staat darstellen,

und das ist unerhört. Ich hoffe, dass die ÖVP sich den Wahlkampf der

Wiener FPÖ nicht zum Vorbild nimmt und einen islamfeindlichen

Wahlkampf auf Bundesebene durchführt. Integration ist ein viel zu

wichtiges und sensibles Thema, das nicht durch hochgespielte

Emotionalisierung für Pareiinteressen missbraucht werden darf", so

Al-Rawi gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien. ****


Dass Prokop die Inhalte einer Studie diskutiere, die noch nicht

veröffentlicht wurde, sei jedenfalls ein fragwürdiges Vorgehen,

kritisierte Al-Rawi. Da weder die konkreten Fragestellungen noch

konkrete Ergebnisse der Studie bekannt seien, könne darüber derzeit

nicht sachlich seriös diskutiert werden."Die Imame-Konferenz am 9.

April habe ein klares Bekenntnis zu Demokratie und Menschenrechten

abgegeben. Gemeinsam war allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der

Wille zu einem konfliktfreien Miteinander sowie zur Partizipation und

Integration. Gerade die Imame spielen eine wichtige Rolle in der

Vermittlung des Integrationsgedankens an die Gläubigen. Leider hat

das neue verschärfte Staatsbürgerschaftsrecht die Intention dieser

Vermittlungstätigkeit der Imame enorm erschwert: Denn ihr

Aufenthaltstitel fällt nun nicht mehr unter Niederlassungsrecht, das

heißt, sie haben nicht mehr die Möglichkeit, Österreichische

Staatsbürger zu werden und sind somit selbst von umfassender

Integration ausgeschlossen", kritisierte Al-Rawi abschließend das

neue Staatsbürgerschaftsrecht. (Schluss) gd

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