Moslem-Studie: Al-Rawi kritisiert grundsätzlichen Ansatz

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Moslem-Studie: Al-Rawi kritisiert grundsätzlichen Ansatz

Utl.: Einteilung in Kategorien ein "Versuch, Keil in muslimische

Gemeinde zu schlagen" =

Wien (APA) - Der Integrationsbeauftrage der Islamischen

Glaubensgemeinschaft (IG), der Wiener SPÖ-Gemeinderat Omar Al-Rawi, übte am

Freitag "substanzielle Kritik" am grundsätzlichen Aufbau der so genannten

Moslem-Studie. Er empfinde es als Irritation und auch Beleidigung, dass man

darin Muslime in Kategorien schubladisiere. Hier werde versucht, "einen

Keil in die muslimische Gemeinde zu schlagen", meinte Al-Rawi gegenüber der

APA.

Die Einteilung in vier Kategorien (säkular, moderat liberal,

traditionell-konservativ und religiös-konservativ, Anm.) diene dazu,

verschiedene Gruppen gegeneinander auszuspielen. Hier werde nach dem Motto

agiert: "Die guten Bosnier gegen die schlechten Türken und die guten

Säkularen gegen die bösen Religiösen."

Dass etwa Personen, die durch ihre Kleidung als Muslime erkennbar seien

und die Moschee besuchen würden, bereits als religiös-konservativ

eingeordnet würden, sei "sehr schwer bedenklich und aufs Schärfste

abzuweisen", so Al-Rawi. Er selbst besuche die Moschee und sei zugleich ein

kritisch denkender Mensch. "Wer nimmt sich das Recht, mich oder andere in

eine Kategorie zu pferchen?", meinte der IG-Integrationsbeauftragte.

(Schluss) maf/mac/jep

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