Österreichische Muslime verurteilen "mörderische" Gaza-Angriffe

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Österreichische Muslime verurteilen "mörderische" Gaza-Angriffe 

Österreich/Nahost/Israel/Palästina 

Österreichische Muslime verurteilen "mörderische" Gaza-Angriffe 
Utl.: Gemeinsame Erklärung veröffentlicht - Aufruf zu Großdemonstration
  
Wien (APA) - Österreichische Muslime haben am Sonntag in einer von mehreren Organisation unterzeichneten gemeinsamen Erklärung "das mörderische Vorgehen der israelischen Armee gegen die wehrlose Bevölkerung von Gaza auf das schärfste verurteilt". 
Die Erklärung wurde der APA von Tarafa Baghajati von der "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" übermittelt. 
  
Vor den Augen der Welt würden "Zivilisten kaltblütig bombardiert", heißt es in dem Schreiben. Es handle sich um Zivilisten, "die seit über 18 Monaten durch die Abriegelung von Gaza förmlich ausgehungert" worden seien und deren "katastrophale humanitäre Situation eigentlich eines Aufschreis der Weltöffentlichkeit bedurft hätte". 
  
Hinter jedem der Hunderten Toten stünden "ein menschliches Schicksal und trauernde verzweifelte Hinterbliebene", heißt es in der Erklärung weiter. Zahlreiche Frauen und Kinder seien unter den Getöteten. Den ungezählten Verletzten könne in den besonders von der israelischen Blockade betroffenen Spitälern kaum die erforderliche medizinische Hilfe geleistet werden. 
  
Auch das Töten von Beamten und Polizisten sei ein "Kriegsverbrechen", auch wenn sie Uniformierte seien. "Diese sind keine bewaffneten Kämpfer, sondern Angehörige des Verwaltungsapparats" wird in der Erklärung betont. 
  
Die Unterzeichner fordern die Weltgemeinschaft auf, "allen voran die arabischen Staaten, die EU, die UNO sowie den neuen US Präsidenten Barak Obama, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um dieses Blutbad schleunigst zu beenden." Auch die europäische und die österreichische Zivilgesellschaft und die Politik müssten ihre Solidarität mit der leidenden palästinensischen Bevölkerung deutlich auszudrücken. 
  
An die Medien wird appelliert, "eine sachliche Berichterstattung zu führen". Die "schrecklichen Bilder", die in diversen internationalen Sendern ausgestrahlt würden, müssten "aus journalistischer Informationspflicht" gezeigt werden. Die "vorbildliche Initiative" "Licht ins Dunkel" wird gebeten, mit einem Teil der gesammelten Spenden den Spitälern in Gaza zu helfen. 
  
Schließlich appellieren die Unterzeichner der Erklärung "an die palästinensische Organisationen, den Versöhnungsprozess voranzutreiben und zu vertiefen, um die Einheit des palästinensischen Volkes zu bestärken". 
Auf die Beendigung der Waffenruhe durch die Hamas und die auf Israel gefeuerten Kassam-Raketen wird in der Erklärung kein Bezug genommen. 
  
Für kommenden Freitag wird "zu einer großen Demonstration" aufgerufen. Details dazu sollen noch bekanntgegeben werden, 

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