Medien Berichte über Islamischer Friedhof 2006

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Verhandlungen, Behinderungen (wie der Brandanschlag letzten Jahres) und Verzögerungen prägen bislang die Projekt-Geschichte um den Islamischen Friedhof.

Projekt "Islamischer Friedhof" in der Warteschleife

Eröffnung der ersten Österreichischen Ruhestätte für Muslime war bereits für 2003 geplant: Nun soll es 2007 werden 

Wien - Der erste islamische Friedhof Österreichs lässt weiter auf sich warten. Falls es kein harter Winter wird, hoffe man, die Anlage im Wiener Bezirk Liesing bis Frühjahr oder Sommer 2007 eröffnen zu können, so Omar Al-Rawi, SPÖ-Gemeinderat und Integrationsbeauftragter der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IG). Bei der Präsentation des Projekts 2001 war noch eine Eröffnung im Herbst 2003 in Aussicht gestellt worden. 
Zwei Jahrzehnte vergangen


 Das Projekt "Islamischer Friedhof" hat damit schon eine lange Geschichte: Fast 20 Jahre dauerte es, bis die Gespräche zwischen IG und Stadt 2001 mit der Präsentation der Pläne zu einem Erfolg führten. Derzeit suche man immerhin bereits die Kalligrafen für die Innengestaltung der Gebäude auf dem Areal, so Al-Rawi. 
"Die Finanzierung ist gesichert", beruhigte der SP-Politiker. Die Gesamtsumme von rund 1,4 Mio. Euro für das Projekt sei dank Großspendern wie dem 
OPEC-Fund zusammengekommen. Allerdings würden die Spendengelder nur dann fließen, wenn man eine Rechnung vorlegen könne, was zeitlich sehr aufwendig und für die neuerliche Verzögerung verantwortlich sei.
Behinderungen 
Zuvor hatten archäologische Grabungen, die Insolvenz der Baufirma und Geldprobleme den Bau behindert. 2006 kam es zudem zu einem Brandanschlag auf den Rohbau der Besucherhalle, was die Arbeiten wieder verzögerte. Durch die erneute Verschiebung des Eröffnungstermins, der mit einer großen Feier begangen werden soll, entstünden aber keine Mehrkosten, versicherte Al-Rawi.
3000 Grabstellen
Während die Gemeinde Wien Grundstück und Einfriedung zur Verfügung stellte, ist die IG für die Friedhofsbauten verantwortlich. Auf der 34.000 Quadratmeter großen Fläche sind zunächst 3.000 Grabstellen vorgesehen, wobei diese Zahl durch engeren Belag noch gesteigert werden kann. Man bette die Toten von Anfang an so tief wie möglich, um künftigen Generationen in der nächsthöheren Schicht die Wiederbelegung zu ermöglichen, so Al-Rawi. Die Toten werden mit dem Gesicht in Richtung Mekka begraben.
Derzeit werde mit Künstlern gemeinsam am Aussehen der Grabsteine gefeilt. Noch sei nichts fix entschieden, aber man tendiere sehr stark zu einer einheitlichen Gestaltung der Grabmale, was dem egalitären Gedanken des Islams entspräche und der muslimischen Tradition, hierfür nicht viel Geld auszugeben. Eine Grabstelle reserviert habe noch niemand. (APA) 


aktualisiert vor 5 Std. 59 Min.
© Bild: Jacqueline Kacetl
Islam
Eigener Friedhof erst 2007

Der islamische Friedhof in Liesing wird voraussichtlich im nächsten Jahr gebaut. Damit soll das 20-jährige Projekt endlich abgeschlossen werden.

SPÖ-Gemeinderat Omar Al-Rawi nannte Frühling oder Herbst 2007 als Datum. Al-Rawi ist Integrationsbeauftragter der Islamischen Glaubensgemeinschaft. 

Die Kosten von 1,4 Millionen Euro kamen durch Großspenden zusammen. Vor allem der OPEC-Fonds beteiligte sich großzügig. Der Friedhof soll 3.000 Gräber beherbergen. Die Verstorbenen werden mit dem Kopf Richtung Mekka begraben. Die Grabsteine sollen nach derzeitigem Plan einheitlich gestaltet werden. (rom) 

 

Islamischer Friedhof bald fertig
Der erste islamische Friedhof Österreichs lässt weiter auf sich warten. Falls es kein harter Winter wird, soll die Anlage im Wiener Bezirk Liesing bis Frühjahr oder Sommer 2007 eröffnet sein. 
© Bilderbox
Das sagt Omar Al-Rawi, SPÖ-Gemeinderat und Integrationsbeauftragter der Islamischen Glaubensgemeinschaft. Bei der Präsentation des Projekts 2001 war noch eine Eröffnung im Herbst 2003 in Aussicht gestellt worden. 
Verspätung 
Das Projekt „Islamischer Friedhof“ hat damit schon eine lange Geschichte: Fast 20 Jahre dauerte es, bis die Gespräche zwischen IG und Stadt 2001 mit der Präsentation der Pläne zu einem Erfolg führten. Derzeit suche man immerhin bereits die Kalligrafen für die Innengestaltung der Gebäude auf dem Areal, so Al-Rawi. 
„Die Finanzierung ist gesichert“, beruhigte der SP-Politiker. Die Gesamtsumme von rund 1,4 Mio. Euro für das Projekt sei dank Großspendern wie dem OPEC-Fund zusammengekommen. Allerdings würden die Spendengelder nur dann fließen, wenn man eine Rechnung vorlegen könne, was zeitlich sehr aufwendig und für die neuerliche Verzögerung verantwortlich sei. 
Zuvor hatten archäologische Grabungen, die Insolvenz der Baufirma und Geldprobleme den Bau behindert. 2006 kam es zudem zu einem Brandanschlag auf den Rohbau der Besucherhalle, was die Arbeiten wieder verzögerte. Durch die erneute Verschiebung des Eröffnungstermins, der mit einer großen Feier begangen werden soll, entstünden aber keine Mehrkosten, versicherte Al-Rawi. 
Während die Gemeinde Wien Grundstück und Einfriedung zur Verfügung stellte, ist die IG für die Friedhofsbauten verantwortlich. Auf der 34.000 Quadratmeter großen Fläche sind zunächst 3.000 Grabstellen vorgesehen, wobei diese Zahl durch engeren Belag noch gesteigert werden kann. Man bette die Toten von Anfang an so tief wie möglich, um künftigen Generationen in der nächsthöheren Schicht die Wiederbelegung zu ermöglichen, so Al-Rawi. Die Toten werden mit dem Gesicht in Richtung Mekka begraben. 
"Design" noch offen 
Derzeit werde mit Künstlern gemeinsam am Aussehen der Grabsteine gefeilt. Noch sei nichts fix entschieden, aber man tendiere sehr stark zu einer einheitlichen Gestaltung der Grabmale, was dem egalitären Gedanken des Islams entspräche und der muslimischen Tradition, hierfür nicht viel Geld auszugeben. Eine Grabstelle reserviert habe noch niemand.
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