Moslem im Gemeinderat angelobt

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  Moslem im Gemeinderat angelobt  
 
  Omar Al-Rawi wurde am Donnerstag als SP-Gemeinderat angelobt. Der Sohn einer österreichischen Ärztin und eines irakischen Anwalts folgt dem verstorbenen Josef Rauchenberger.  
     
     

 

 
  WIEN (stög.). 2558 Vorzugsstimmen erhielt der studierte Bauingenieur Omar Al-Rawi (SP) bei der Landtagswahl im März 2001. Damit rangierte er hinter Bürgermeister Michael Häupl und Helene Partik-Pablé an beachtlicher dritter Stelle. Da er aber nur auf dem 61. Listenplatz kandidierte hatte, gab es für ihn vorerst keinen Platz im Rathaus. Durch den Tod von Josef Rauchenberger - er starb Mitte Juni im 54. Lebensjahr - rückte Al-Rawi nach und wurde gestern, Donnerstag, angelobt. 
Der 41jährige gebürtige Bagdader und Gründer der "Initiative muslimischer Österreicher", der vor seiner SP-Kandidatur auch ein kurzes Gastspiel bei den Grünen gegeben hatte, ist der erste Moslem im Wiener Gemeinderat. "Aufgrund meiner beruflichen Ausbildung werden meine Schwerpunkte Verkehrsplanung und Stadtentwicklung sein", erklärte Al-Rawi der "Presse". Zudem habe er sich in den vergangenen Jahren für die Errichtung eines Islamischen Friedhofes eingesetzt. Ab Herbst 2003 sollen auf dem Areal in Liesing Bestattungen möglich sein. 2800 Plätze für Gräber stehen zur Verfügung. Ein weiteres Hauptanliegen des Neo-Gemeinderates: "Ich setze mich voll für die Erhaltung Wiens als Weltkulturerbe ein." 


© Die Presse | Wien 
 
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