Hochrangige Delegation aus Katar in Wien

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Eine hochrangige Delegation aus Katar unter Vorsitz des stellvertretenden Außenministers Mohamed Bin Abdulla Al Rumaihi hat gestern die Stadt Wien zu einem Arbeitsgespräch besucht. Für die Stadt Wien haben an diesem Treffen Gemeinderat Omar Al-Rawi und Bereichsdirektor Oskar Wawra teilgenommen. Katar und die Hauptstadt Doha sind an einer engeren Zusammenarbeit mit Österreich und Wien interessiert. Wien ist für Katar nicht nur Tourismusdestination mit steigender Bedeutung, sondern auch als internationale Stadt mit Sitz wichtiger internationaler Organisationen wie UNO, IAEA, UNIDO, UNODC oder OPEC interessant. So baut Katar derzeit seine Präsenz in Wien mit der Übernahme des Areals des französischen Kulturinstituts in der Währinger Straße aus.

Wien punktet mit kommunalen Themen

Eine engere Beziehung zwischen Katar und Wien ist vor allem auf dem wirtschaftlichen Sektor wichtig. „Bereits jetzt sind zahlreiche österreichische und Wiener Firmen bei Bauprojekten im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar beschäftigt“ erklärte Gemeinderat Omar Al-Rawi. Doha ist vor allem auch an den Erfahrungen Wiens in den Bereichen Umwelt und Entsorgung interessiert. Die Themen Wasser und Müll, aber auch moderne Verwaltung sind wichtige Zukunftsthemen für Doha. Darüber hinaus gibt es Bestrebungen, einen schrittweisen Demokratisierungsprozess mit Bürgerbeteiligung auf lokaler Ebene umzusetzen, wobei die Erfahrungen Wiens mit Bürgerbeteiligungsmodellen auf Bezirksebene Vorbild sein könnten. „Die Stadt Wien ist gerne bereit ihre konkreten Erfahrungen zu kommunalen Themen weiterzugeben und für Expertendelegationen aus Doha auch entsprechende Fachprogramme zu erstellen“, erklärte Bereichsdirektor Oskar Wawra.

Internationale Zusammenarbeit im globalen Kontext

Darüber hinaus könnte auch ein Erfahrungsaustausch der beiden Flughäfen sinnvoll sein, da sowohl Doha als auch Wien bedeutende Drehkreuze im internationalen Flugverkehr sind. Weitere wichtige Themen des Arbeitsgespräches waren die aktuelle Flüchtlingssituation und Strategien zur Bewältigung der Migration aus Syrien und dem afrikanischen Raum nach Europa sowie sinnvolle Maßnahmen zur Bekämpfung der aktuellen Terrorbedrohungen und Erhöhung der Sicherheit.

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